Vertreterversammlung 2014

„Unsere Berater wollen beraten statt Formulare füllen“

„Kunden gehen nicht zu ihrer Bank, um mit Tüten voller Papier nach Hause zurückzukehren. Und unsere Berater wollen beraten und nicht noch mehr Formulare ausfüllen müssen.“ Mit diesen Worten hat sich Frank Rohs, Vorstand der Volksbank Schnathorst, jetzt kritisch zur Vielzahl der Auflagen und Neuregulierungen im Bankenbereich geäußert. Anzahl und Umfang der Vorgaben, so Rohs vor den Vertretern der Kreditgenossenschaft, seien eine konkrete Belastung für die Bank und jeden Tag zu spüren. Der überzeugte Genossenschaftler: „Unser erfolgreiches Geschäftsmodell wird damit von der politischen Regulierungswut bedroht.“

 

Rund 50 gewählte Vertreterinnen und Vertreter der insgesamt knapp 7.000 Anteilseigner der Volksbank Schnathorst  waren in der Wiehen-Therme zusammengekommen, um sich aus erster Hand von Vorstand und Aufsichtsrat über Verlauf und Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres berichten zu lassen. Auch wenn Regulatorik und Niedrigzinsniveau die in der Gemeinde Hüllhorst und in Löhne-Obernbeck an insgesamt fünf Stellen präsente Volksbank vor besondere Herausforderungen stellten: Mit dem Jahr 2013 ist der Vorstand „insgesamt zufrieden“.

 

„Wir haben unsere Ziele weitestgehend erreicht. Der Volksbank Schnathorst geht es gut“, meinte Vorstandsmitglied Jürgen Kreimeier bei der Vorlage des Jahresabschlusses. Das in der Region außerordentlich fest verwurzelte Institut war bei Mitgliedern und Kunden im Jahr 2013 viel gefragt – als sicherer Verwalter von privaten und gewerblichen Vermögenswerten, als Geldgeber für Investitionen aller Art und als Anbieter von Finanzprodukten wie Bausparverträgen und Versicherungen. Sogar als Vermittler von Ökostrom haben sich die Schnathorster einen Namen gemacht.

 

Und das Ergebnis von alledem? Auch damit ist die Volksbank nach den Worten von Jürgen Kreimeier zufrieden. Sichtbares Zeichen für den Geschäftserfolg der Bank sind die geleisteten Steuerzahlungen im Umfang von 409.000 Euro. Etwa die Hälfte davon fließt als Gewerbesteuer unmittelbar in die Säckel der Gemeinde Hüllhorst und der Stadt Löhne. Ihren Jahresüberschuss hat die Volksbank mit 455.000 Euro ausgewiesen. Durch Beschluss der Vertreterversammlung (Leitung: Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Exter) gehen rund 164.000 Euro davon in Form einer 4,5-prozentigen Dividende als Gewinnbeteiligung zurück an die am Stichtag 31. Dezember 6.774 Teilhaber des Instituts.

 

Für das laufende und die kommenden Jahre erwartet die Volksbank Schnathorst einen zunehmenden Druck auf die Ertragslage. Frank Rohs: „Regulatorik und Niedrigzinsphase knabbern an unserem Ergebnis. Weil dies schon heute absehbar ist, prüfen wir derzeit geeignete Gegenmaßnahmen.“

 

Dass die gewählten Mitglieder-Vertreter/innen mit Entwicklung und Zustand ihrer Bank rundum zufrieden sind, dokumentierten sie auf der Versammlung mit ihrem Abstimmungsverhalten. So wurden – jeweils ohne eine Gegenstimme - der Jahresbericht festgestellt sowie Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung erteilt.

 

Einig zeigte sich das „Bankparlament“ auch bei Wahlen zum Aufsichtsrat: Einstimmig für drei weitere Jahre im Kontrollgremium bestätigt wurden die drei turnusmäßig ausgeschiedenen Mitglieder Uwe Busse, Susanne Liebig und Helmut Exter.

 

Bild oben:

„In der Region fest verwurzelt“: Volksbank-Repräsentanten (v.l.) Frank Rohs (Vorstand), Uwe Busse und Susanne Liebig (beide Aufsichtsrat), Jürgen Kreimeier (Vorstand), (v.r.) Helmut Exter (Aufsichtsratsvorsitzender), Wilhelm Bollmann (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) und Comedy-Kellner Wilfried (3.v.r.), der für den unterhaltsamen Teil der diesjährigen Vertreterversammlung verantwortlich zeichnete.